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Gold-Lagerstätten


Die Goldvorkommen sind weltweit verstreut;

Zirka 40 Prozent des heute bergmännisch geförderten Goldes kommen aus Südafrika, den Vereinigten Staaten, aus Australien und aus Rußland.

Der Goldanteil in der Erdrinde beträgt 0,005 ppm.

Jährliche Goldfördermenge

Die jährliche Gold-Förderung umfaßt gegenwärtig zirka 2.600 Tonnen.

Goldmuenze 1 RappenDies ist bereits 100 mal mehr als im 19. Jahrhundert.

Und: Aktuell wird in zwei Jahren mehr Gold gefördert, als in den tausend Jahren des Mittelalters dokumentiert ist.

Berggold (sog. primäre Lagerstätten)

Durch Fortschritte in der Gewinnung und dem aktuell (2007) hohen Marktpreis lohnt sich inzwischen sogar der Abbau von Gestein, welches bloß ein Gramm Gold pro Tonne Gestein enthält.

Spektakulärer Zufallsfund in Schweden sorgte für Furore

Bei einem spektakulären Zufallsfund im August 2007 stießen zwei Schwedinnen nahe Övertingen 500 Km nördlich von Stockholm auf Gestein mit einem Goldanteil von 23,3 Gramm je Tonne.

Selbst uralte Abraumhalden ehemaliger Goldvorkommen werden aufgrund der massiv gestiegenen Goldnachfrage inzwischen nochmals mittels verbesserter Technologie durchgearbeitet.

Bedeutende Goldmengen fallen bei der Raffination anderer Metalle wie Kupfer, Nickel oder der anderen Edelmetalle an, sodaß in einigen Fällen erst solche „Verunreinigungen“ ein Vorkommen interessant machen.

In kleinen Mengen kommt Gold auch in Deutschland vor (z. B. Thüringen). Deutschlands größte Goldlagerstätte mit historischem Goldbergwerk befindet sich im nordhessischen Korbach.

In Europa sind heute die rumänischen Golderzvorkommen von wirtschaftlicher Bedeutung.

Zu Goldvorkommen in der Schweiz siehe separate Unterrubrik.

Waschgold / Seifengold (sog. sekundäre Lagerstätten)

Fast alle europäischen Flüsse führen Spuren von Gold mit sich. Solches Gold war zuvor in Form zumeist kleiner, dünner Blättchen in Gestein eingelagert.

Durch Verwitterungsprozesse des umgebenden Gesteins wird es als Seife im geologischen Sinn freigesetzt und gelangt so ins Flußwasser.

Auch auf den Geröllbänken des Hoch- und Oberrheines wie beispielsweise bei Istein finden sich geringe Mengen, insbesondere Flitter.

Größte verfügbares Goldvorkommen der Erde

Die größte verfügbare Goldreserve ist jedoch das Salzwasser der Ozeane, worin es in geringsten Konzentrationen als Chlorid-Komplex gelöst ist.

Dieses gigantische Volumen im Kubikkilometer-Maßstab stellt eine nicht uninteressante

Größe dar und übertrifft das bisher bergmännisch geförderte Gold bei weitem.

Nach dem Ersten Weltkrieg versuchte der Chemiker Fritz Haber, dieses Gold unter anderem durch elektrolytische Verfahren zu gewinnen.

Die durchschnittliche Ausbeute war mit 0,004 Milligramm Gold pro Tonne Meerwasser für eine wirtschaftliche Verwertung jedoch zu gering.
 

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November 09. 2017 05:21:45
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