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Gold in der Ostschweiz

In der Ostschweiz findet sich überall sog. alluviales Gold.

Dieses Gold in den Flüssen und Moränen der Kantone Appenzell-Außerrhoden und -Innerrhoden, der Kantone Schaffhausen und St. Gallen, des Thurgau sowie in Teilen des Kantons Zürich war lange Zeit unbekannt.

Erst, als der Geologe Franz Hofmann aus Schaffhausen es in intensiven Felduntersuchungen zwischen 1965 und 1985 kartierte, wurden die Goldvorkommen bekannter.

Mit zahlreichen Probenahmen aus Flüssen und Kiesgruben entdeckte er die flächenmäßig große Ausdehung der Ostschweizer Goldvorkommen.

Franz Hofmann unterscheidet drei Typen Gold bezüglich ihrer Herkunft:

- Eiszeitliche Gletscher, welche die Ostschweiz vollständig überdeckten, brachten goldhaltiges Material aus den Alpen (Rheingletscher).

- Großflächige Deltas von Urflüssen aus dem Tertiär waren nicht nur für die Entstehung des sog. Napfschuttfächers verantwortlich. Sie brachten auch Gold von der Zentral- in die Ostschweiz und auch von Österreich in die Ostschweiz.

- Die Erosion der Gletschermoränen durch neuzeitliche Flüsse und Bäche führte schließlich zu den heutigen Flußgoldvorkommen in der Ostschweiz.

Lohnenswerte Goldfundstellen für Goldwäscher sind der Rhein bei Schaffhausen, die Bäche um St. Gallen (Glatt, Sitter, Steinach, Goldach) und einige Flüsse im Kanton Zürich (die Töß, der Kemptnertobel).

Hofmann machte auch darauf aufmerksam, daß es zwischen alten Sagen und Goldvorkommen ein tatsächlicher Zusammenhang wahrscheinlich ist.

Etliche Schweizer Sagen sprechen von einem ungeahntem Goldreichtum.

Hofmann sammelte solche Sagen und konnte nachweisen, daß ein kleines bißchen Wahrheit in ihnen ist:

An den beschriebenen Stellen ließ sich oft tatsächlich Gold finden.

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November 09. 2017 05:21:45
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